Berühmte erste Sätze aus Romanen

Neben den Sätzen und schönen Sprüchen die in der ausdruckreichen deutschen Sprache formuliert wurden, gibt es auch in anderen Kulturen einige Juwelen zu entdecken.

„Der Tag, nach dem im Leben von Raimund Gregorius nichts mehr sein sollte, wie zuvor, begann wie zahllose andere Tage.“ Pascal Mercier, „Nachtzug nach Lissabon“

„Alle glücklichen Familien unterscheiden sich mehr oder weniger; alle unglücklichen ähneln sich mehr oder weniger.” Vladimir Nabokov, „Ada oder das Verlangen“ (1969). Ist aber wiederum ein Zitat aus „Anna Karenina“ von Leo Tolstoi.

Deutsch

Doch zurück zu der Sprache, die über Mittel- und Hochdeutsch aus dem Germanischen entstand.

„Lieber Leser, weißt du, was das Wort Greenhorn bedeutet?“ Karl May, „Winnetou I“

„Der Reichtum der Gesellschaften, in welchen kapitalistische Produktionsweise herrscht, erscheint als eine "ungeheure Warensammlung", die einzelne Ware als seine Elementarform.“ Karl Marx, „Das Kapital“

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Grundgesetz der BRD, Artikel 1

Religion

Und dann gibt es noch das Buch der Bücher, die Bibel. Auch heute noch in vielen Hotelzimmern der westlichen Welt in einer Schublade zu finden. Ist ja auch das erste, wonach man in einem fremden Zimmer suchen würde.

„Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde; die Erde aber war wüst und wirr, Finsternis lag über der Tiefe, und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser.“ Unbekannter Autor, „Die Bibel, Altes Testament, 1. Moses, Kapitel 1“

 

Hier dann noch die ersten Verse (sieben an der Zahl) aus dem Koran, nur mal so. Der ist natürlich nur an speziellen Orten zu finden, auf jeden Fall in obigen Räumen eine Rarität.

  1. Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen.
  2. Aller Preis gehört Allah, dem Herrn der Welten,
  3. Dem Gnädigen, dem Barmherzigen,
  4. Dem Meister des Gerichtstages.
  5. Dir allein dienen wir, und zu Dir allein flehen wir um Hilfe.
  6. Führe uns auf den geraden Weg,
  7. Den Weg derer, denen Du Gnade erwiesen hast, die nicht (Dein) Missfallen erregt haben und die nicht irregegangen sind.

Vollendung

Es gibt sie, Worte, die nachklingen. Worte und Sätze, gelesene oder gehörte, die im tiefsten Inneren schlummern, die im Gedächtnis haften bleiben, und in den unmöglichsten Momenten wieder ins Bewusstsein gespült werden. Worte, die beschreiben, berühren und be-wegen.

„Es war die beste aller Zeiten, es war die schlimmste aller Zeiten, es war das Zeitalter der Weisheit, es war das Zeitalter der Dummheit, es war die Epoche des Glaubens, es war die Epoche des Unglaubens, es war die Saison des Lichts, es war die Saison der Dunkelheit, es war der Frühling der Hoffnung, es war der Winter der Verzweiflung, wir hatten alles vor uns, wir hatten nichts vor uns, wir gingen alle direkt in den Himmel, wir alle machten uns in die andere Richtung auf ...“

Deutsche Übersetzung des wohl berühmtesten Anfang eines Romans, der im englischen Original wie folgt lautet: „It was the best of times, it was the worst of times.“
Und? Wer hat‘s erfunden? Antwort: Charles Dickens, in dem Roman „Die Geschichte zweier Städte“.